Tim-Oliver Schulz am 03. September 2008

Seit gestern Abend ist es so weit! Google hat nun auch einen eigenen Webbrowser, der auf den Namen “Chrome” hört.

Ich war zunächst etwas skeptisch. Google mit eigenem Browser? Da will wohl jemand seine Datensammlung ausweiten, was mit einem eigenen Browser ja nicht schwer sein dürfte.

Mein erster Klick führte mich als erstes zu den Datenschutzbestimmungen, die versprechen, dass man die meisten Google-Tracking-Funktionen auch deaktivieren kann. Nun denn, was da noch so im Hintergrund passiert möchte ich gar nicht wissen, glaube ich.

Trotzdem habe ich mir das Teil mal installiert und zunächst meine Website aufgerufen. Die Darstellung zeigt auf den ersten Blick keine Fehler und die Ladezeit ist extrem schnell, wie ich finde! Hier ein Screenshot:

Google Chrome kommt in meinen Augen sehr schick daher. Die Funktionsleiste tritt, anders als beim Firefox 3 oder dem Internet Explorer 7, dezent in den Hintergrund. Mein Eindruck, hier lenkt nichts vom Inhalt der dargestellten Website ab. 

Interessant finde ich das Platzsparkonzept von Chrome. Im Vollbildmodus wird seitlich wie auch beim Firefox kein Platz durch Browser-Ränder verschenkt. Allerdings führt dies bei mittig ausgerichteten Sites zu dem üblichen “Springen”, wenn man von einer Seite ohne Scrollbalken auf eine Seite mit Scrollbalken wechselt und andersrum.

Der eigentlich Clou zeigt sich allerdings am oberen und unteren Rand des Browsers. Google verzichtet unten komplett auf einen Balken, der in den beiden anderen Browsern Staus- und Linkinformationen anzeigt! Der Statusbalken wird nur während des Ladevorgangs unten links eingeblendet. Ebenso die Linkinformationen, wenn man den Mauszeiger über einen Link bewegt. Oben spart Google Platz, indem sie auf Ihr Logo und den Browsernamen verzichten! Stattdessen wurden die Tabs in die oberste Zeile verlegt, unter denen sich die sehr schmale Adress- und Funktionsleiste befindet.

Für den weiteren Funktionsumfang muss ich noch etwas mit dem neuen Spielzeug hantieren. Einen Test gibt es auch im Webmasterblog zu lesen.

Alles in allem bin ich sehr positiv von Googles neuem Sprössling überrascht, auch wenn er es noch nicht zu meinem Standardbrowser geschafft hat. Das könnte sich allerdings bald ändern, wenn ich etwas mehr Zeit habe mehr als nur ein paar Websites damit aufzurufen und diesen Artikel hier zu verfassen… 

In meinen Augen haben Firefox und Internet Explorer einen ernstzunehmenden Konkurrenten dazu bekommen. Die Browserschlacht geht also weiter! Oder was meinst Du dazu?

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